Photo of singer Jessica Sims from Skegness

Jessica Sims / Photo: ©Byford.JOHN  > 2026. Skegness

🇩🇪  Jessica Sims (geb.2003)  ​​​​​​​
Ich wurde 2003 in Surrey geboren, aber ich sehe mich eigentlich nicht wirklich als Mädchen aus Südengland. Meine allerersten Kindheitsjahre verbrachte ich in Wiltshire, und als ich ungefähr sechs Jahre alt war, zog meine Familie nach Skegness, einen Ort, der sich wie eine völlig andere Welt als der Süden Englands anfühlte.
Mein Vater war bei der britischen Armee und zehn Jahre lang in Deutschland stationiert, nur ungefähr eine Stunde von Bad Gandersheim entfernt, das, wie ich heute weiß, die Partnerstadt von Skegness ist. Es ist schon lustig, wie solche kleinen Verbindungen im Leben manchmal erst viele Jahre später sichtbar werden.
Meine Eltern kannten Skegness bereits ziemlich gut, weil sie hier früher Wohnwagenurlaub gemacht hatten. Als mein Vater schließlich aus der Armee ausschied, beschlossen meine Eltern, dass es Zeit für etwas völlig Neues war. Also packten wir unser Leben zusammen und machten uns auf den Weg nach Norden an die Küste von Lincolnshire, um etwas Neues zu beginnen.
Ich kann mich gerade noch an den Umzug erinnern und weiß, dass ich sehr glücklich und aufgeregt war, hier zu sein. Skegness wurde zu dem Ort, an dem ich aufwuchs und den ich mein Zuhause nannte. Ich besuchte eine Grammar School in der Gegend und bekam eine sehr gute Schulbildung, etwas, das ich heute, wo ich älter bin, noch mehr zu schätzen weiß. Wie so viele junge Menschen in einem Urlaubsort fand auch ich meinen ersten Job im Tourismus. Ich verkaufte Eis an Urlauber und verdiente mir damit etwas Taschengeld. Das mache ich sogar heute noch hin und wieder, wenn ich nach Skegness zurückkomme.
Aber was ich wirklich wollte, war auf der Bühne zu stehen. Ich habe Singen und Tanzen schon immer geliebt, besonders Musicaltheater, und mit sechzehn traf ich die Entscheidung, Skegness zu verlassen und wieder in den Süden zu gehen. Ich besuchte Laine Theatre Arts in Epsom in Surrey, eine Schule mit einem hervorragenden Ruf, zu deren ehemaligen Schülerinnen und Schülern unter anderem Victoria Beckham, Ruthie Henshall und Kerry Ellis gehören.
Plötzlich war ich von anderen jungen Menschen umgeben, die genau das Gleiche wollten wie ich. Ich begann, meinen eigenen Weg in etwas zu finden, das ich wirklich liebte, und war von Menschen umgeben, die dieselbe Leidenschaft teilten. Mein Blick ging nach vorne und nicht zurück.
Nach vier Jahren schloss ich mein Studium und meine Ausbildung im Bereich Theater ab. Es war eine aufregende Zeit, aber ich lernte auch sehr schnell, wie hart der Wettbewerb in dieser Branche ist. Es gibt unglaublich viele talentierte Künstlerinnen und Künstler, aber nur eine begrenzte Zahl an Jobs. Man geht zu einem Vorsprechen, bekommt eine Absage, versucht es wieder und merkt ziemlich schnell, dass Talent nur ein Teil davon ist. Man muss hart arbeiten, wirklich sehr hart, konzentriert bleiben und vielleicht vor allem lernen, für sich selbst die beste Werbung zu machen.
Ich habe Glück, denn meine Eltern haben mich immer angespornt und unterstützt. Sie wollten, dass ich hart arbeite, keinen Unsinn mache und etwas Gutes aus meinem Leben mache. Genau wie sie glaube ich daran, dass harte Arbeit belohnt wird. Na ja, hoffentlich!
Nach vier Jahren Ausbildung kam ich zurück nach Skegness, machte aber weiterhin Vorsprechen und suchte nach Möglichkeiten aufzutreten. Skegness hat mit dem Embassy Theatre zwar einen wunderbaren Veranstaltungsort, besonders mit seiner langen Tradition von Sommershows, aber für die Karriere, die ich gewählt habe und verfolgen möchte, gibt es hier einfach nicht genug Möglichkeiten. Ohne Auto kann sich Skegness außerdem ziemlich abgeschieden anfühlen, besonders wenn die meisten Vorsprechen und Jobs in London stattfinden. Die Verkehrsanbindung ist hier ein großes Problem, vor allem wenn man nicht selbst fährt.
Schließlich ergab sich eine Möglichkeit, die zwei Dinge miteinander verband, die ich liebe: Auftritte und Abenteuer. Ich bekam einen Job auf Kreuzfahrtschiffen und singe dort vor einem Publikum von ungefähr zweihundert bis dreihundert Menschen. Inzwischen habe ich mit Viking Cruises eine Weltreise absolviert, etwas, das ich mir kaum hätte vorstellen können, als ich zum ersten Mal beschloss, professionell auf der Bühne zu stehen.
Das Leben auf einem Kreuzfahrtschiff ist ganz anders. An einem Tag steht man auf der Bühne und singt vor einem Publikum, und am nächsten kann man irgendwo auf der anderen Seite der Welt an Land gehen. Genau diese Mischung aus Auftritten und Reisen liebe ich. Ich kann den Beruf ausüben, für den ich ausgebildet wurde, und gleichzeitig Orte und Kulturen erleben, die ich sonst vielleicht niemals kennengelernt hätte.
Für ein Mädchen, das in einer kleinen Stadt namens Skegness aufgewachsen ist, habe ich schon erstaunlich viel von der Welt gesehen. Aber es gibt noch so viel mehr, was ich sehen und erleben möchte. Für mich fühlt es sich an, als hätte mein Leben gerade erst angefangen.
Ich war bereits in Amerika, Afrika, Australien und Neuseeland, um nur einige Orte zu nennen. Ich war auf Safari in Südafrika, bin in Australien beim Fallschirmspringen aus einem Flugzeug gesprungen und habe sogar in Neuseeland surfen gelernt. Neuseeland habe ich besonders geliebt, weil es mich in mancher Hinsicht an zu Hause erinnerte, nur wärmer, unglaublich sauber und mit wunderbar höflichen Menschen. Meine nächste Reise wird mich rund um das Mittelmeer führen.
Ich liebe dieses ganze Abenteuer. Ich bin noch jung und es gibt so viel von der Welt, das ich noch nicht gesehen habe. Mir steht die Welt offen. Und ich stehe erst ganz am Anfang!
Mum und Dad leben noch immer in Skegness, deshalb wird es immer ein Ort sein, an den ich zurückkomme. Aber ich kann mir im Moment nicht vorstellen, dauerhaft hier zu leben. Jedenfalls noch nicht. Ich bin erst Anfang zwanzig und finde, dass ich viel zu jung bin, um schon zu entscheiden, wo ich mich irgendwann einmal niederlassen werde. Im Moment führt mich meine Karriere an andere Orte, und genau das finde ich aufregend.
Vor allem hat Skegness mir einen Ort gegeben, von dem aus ich starten konnte. Die Stadt gab mir eine Kindheit, an die ich mich gerne erinnere, eine gute Schulbildung und meine ersten Erfahrungen mit der Arbeitswelt. Und dann gaben mir meine Eltern das Selbstvertrauen, all das hinter mir zu lassen und meinen Träumen zu folgen.
Ich weiß nicht, wo ich irgendwann einmal landen werde, und genau das ist ein Teil der Aufregung, die ich suche. Im Moment trete ich auf, reise und nutze jede Möglichkeit, die sich mir bietet. Natürlich wird es auch Enttäuschungen geben, denn so ist diese Branche nun einmal. Aber ich werde weitermachen, weiter zu Vorsprechen gehen und sehen, welche Türen sich für mich öffnen.
Es passt irgendwie, wohin mich mein Leben bisher geführt hat. Ich bin in Skegness am Meer aufgewachsen und heute verdiene ich meinen Lebensunterhalt damit, auf dem Meer aufzutreten, wenn auch auf einem Schiff. Ich habe mein Zuhause verlassen, weil ich herausfinden wollte, was die Welt sonst noch zu bieten hat, und genau das genieße ich im Moment.
Danke, Mum und Dad! Ich liebe euch!
🇬🇧  Jessica Sims (b.2003)  
I was born in Surrey in 2003, but I don’t really think of myself as a ‘southern’ girl. My very early childhood was spent in Wiltshire, and when I was around six years old, my family moved to Skegness, a place that seemed a world away from the south of England.
My dad was in the Army and had spent ten years based in Germany, only about an hour from Bad Gandersheim, which I now know is Skegness’s twin town. It’s funny how those little connections appear in life, sometimes years later.
My parents already knew Skegness pretty well because they’d come here for caravan holidays. When Dad finally retired from the Army, they decided it was time for something completely different. So we all packed up our lives and headed north to the Lincolnshire coast to start something new.
I just about remember the move, and I remember being very happy and excited to be here. Skegness became the place where I grew up and called home. I went to a local grammar school and had a great education, something I appreciate even more now that I’m older. Like so many young people in a seaside town, I also found my first work in tourism, selling ice cream to holidaymakers and earning a bit of extra pocket money. It’s something I still do every now and then when I come back to Skegness.
But it was performing that I really wanted to do. I’ve always loved singing and dancing, particularly musical theatre, and at sixteen I made the decision to leave Skegness and head south again. I went to Laine Theatre Arts in Epsom, Surrey, a school with an incredible reputation and former students including Victoria Beckham, Ruthie Henshall and Kerry Ellis.
Suddenly I was surrounded by other young people who wanted the same things I did. I was finding my feet in something I loved so much, surrounded by people who shared the same passion, and I was always looking forward rather than back.
After four years I completed a degree and diploma in theatre. It was all very exciting, but it also taught me very quickly just how competitive this world can be. There are so many talented performers out there but only so many jobs to go around. You audition, you get knocked back, you try again, and you soon learn that talent is only part of the process. You have to work hard, very hard in fact, stay focused and, perhaps most importantly, learn to be your own best advert.
I’m lucky because my parents have always pushed and encouraged me. They wanted me to work hard, stay out of trouble and make something good of myself. Like them, I believe that hard work is rewarded. Well, hopefully!
After four years away studying, I came back to Skegness but continued auditioning and looking for opportunities to perform. Although Skegness has a wonderful venue in the Embassy Theatre, especially with its long tradition of summer shows, there simply isn’t enough here for the career I have chosen and want. Without a car, Skegness can also feel very isolated, particularly when auditions and work are happening mainly in London. Transport is a big issue here, especially if you don’t drive.
Eventually an opportunity came along that combined two things I love, performing and adventure. I landed a job working aboard cruise ships, singing for audiences of around two to three hundred people. I’ve now completed a world cruise with Viking Cruises, something I could hardly have imagined when I first decided that I wanted to perform professionally.
Performing aboard a ship is a very different life. One day you can be singing for an audience and the next you can step ashore somewhere on the other side of the world. I love that mixture of performing and travelling. It gives me the chance to do the job I trained for while experiencing places and cultures I might otherwise never have seen.
For a girl who grew up in a little town called Skegness, I’ve already seen a remarkable amount of the world, but there is still so much more I want to see and do. I feel as though my life is only just beginning.
I’ve travelled to America, Africa, Australia and New Zealand, to name just a few. I’ve been on safari in South Africa, jumped out of an aeroplane while skydiving in Australia and even learned to surf in New Zealand. I absolutely loved New Zealand because, in some ways, it reminded me of home, only warmer, incredibly clean and with such wonderfully polite people. My next trip will take me around the Mediterranean.
I absolutely love the adventure of it all. I’m still young and there is so much of the world I haven’t seen yet. The world is my oyster. Early days!
Mum and Dad are still in Skegness, so this will always be somewhere I come back to, but I can’t see myself living here permanently. Not at the moment, anyway. I’m only in my early twenties and I think I’m far too young to decide where I’m eventually going to settle down. Right now my career is taking me elsewhere, and that’s exciting.
More than anything, Skegness has given me a place from which I could begin. It gave me a childhood I remember fondly, a good education and my first experience of working. Then my parents gave me the confidence to leave it all behind and follow my dreams.
I don’t know where I’ll eventually end up, and that’s part of the excitement I crave. For now I’m performing, travelling and taking every opportunity that comes my way. There will undoubtedly be disappointments because that’s the reality of this business, but I’ll keep going, keep auditioning and see what doors open for me.
There is something rather fitting about where life has taken me so far. I grew up beside the sea in Skegness, and now I make my living performing on it, albeit on a ship. I left home because I wanted to see what else was out there, and right now I’m enjoying finding out.
Thank you Mum and Dad! Love you!
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